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Pro NRW: Die ProPagandabteilung berichtet vom unaufhaltsamen „Siegeszug der Grundgesetzpartei“

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Alter Käse neu verpackt
Wie meist Montags angesagt, muss eine Erfolgsmeldung an die Parteimitglieder-Front posaunt werden. Hier Auszüge aus einem Pro-Bericht über die konstituierende Sitzung des neuen Pro-NRW-Vorstandes:


 [...] „Im laufenden Jahr gäbe es einen deutlicher Anstieg der Mitgliederzahlen zu vermelden.“ [...], ist die freudige Botschaft der Funktionäre und [...] „Die Neuaufnahmen würden die vereinzelten Abgänge um ein Vielfaches überwiegen.“ [...]

Die Bergische Stimme berichtete wie Markus Beisicht und weitere Spitzenfunktionäre von Pro NRW, ihre Mitglieder Jahr für Jahr bezüglich der Mitgliederzahlen belügen.

Der alte und neue PRO-NRW-Vorsitzende Markus Beisicht resümierte, oder besser gesagt phantasierte dann auch gleich wieder über die Aussichten bei der Kommunalwahl 2014. (Wir berichteten)

[...] “Die meiste Zeit der Vorstandsmitglieder beanspruchte dann  der wichtigste Tagesordnungspunkt der Sitzung: Die aktualisierte Rahmenplanung zur Kommunalwahl 2014, bei der PRO NRW mehrere hundert kommunale Mandate erkämpfen will. [...] (Dazu obiges Bild)

(Hervorhebungen und Unterstreichungen durch die Redaktion Bergische Stimme)

Kommentar
Peng – den etablierten Parteien schlottern schon jetzt die Knie. Hat Markus Beisicht übersehen, dass es eine neue, wirkliche „Alternative für Deutschland (AfD)“ gibt? Die Presse ist täglich voll von Berichten über die AfD. Von Beisicht und seiner Splitterpartei ist in den Medien fast nichts mehr zu vernehmen. Da ein Einzug der AfD in den Bundestag sehr wahrscheinlich ist, hat Pro NRW auch bei den Kommunalwahlen 2014 ausposaunt, und bis zu den nächsten Landtagswahlen haben sich die Bürgerbewegten entweder pulverisiert oder die Partei ist Pleite. Die Hoffnung des Pro-Dreigestirns auf die "sich selbst erfüllende Prophezeiung" wird sich auch bei gebetsmühlenartiger Dauerberieselung der meist kritiklosen Parteimitglieder nicht erfüllen.

Hier die Wertung eines Pro-Mitgliedes mit Sachverstand, die uns zum Pro-Artikel per Mail erreichte.

Die ProPagandamaschine übertrifft sich in ihrer Lügerei selbst... 

1) "Die Neuaufnahmen würden die vereinzelten Abgänge um ein Vielfaches überwiegen."
-> Der Wegbruch diverser Orts- und Bezirksverbände wie bspw. Dormagen ist also gleichgültig. Dass bei diesen Abgängen Mandate verloren gegangen sind scheinbar auch. 

2)" spektakulären Kundgebungsserie zum Auftakt der Volksinitiative "
-> durchschnittlich 10-20 Dauerdemonstranten, unhörbar und seit Jahren Dieselben mit demselben Gebabbel, sind also ein Erfolg. Wahrscheinlich wurde wieder die "Schweigespirale durchbrochen" ;) 

3) Der Antritt in 23 Städten und 9 Kreisen
-> Im Oktober 2012 war noch von 40 Städten und Kreisen die Rede.


-> Ende 2012 war noch von 28 Städten und 7 Kreisen die Sprache, weggefallen sind: Bielefeld, Lemgo, Bottrop, Brühl, Gummersbach, Mülheim a.d.R. und Oberhausen, dazugekommen sind Solingen und Dortmund (nur Städte aufgelistet)

Doch auch bei den noch angesprochenen Städten gibt es Gründe zum Misstrauen: Minden hat de facto seit 2 Jahren keinen Kreisverband mehr neu gewählt, der BV OWL ist beinahe komplett aufgelöst, auch hier noch keine Neuwahlen.
Krefeld: 2 Austritte von einigen der wenigen aktiven Personen und ein bevorstehender Austritt sprechen auch Bände. 

4) "Die Erfahrung habe gezeigt, dass oftmals noch wenige Monate vor den Kommunalwahlen  plötzlich Aktivisten auftauchen"
-> Die wirkliche Erfahrung (auch meinerseits) entspricht wohl eher dem Gegenteil. 

5) "bei PRO NRW mehrere hundert kommunale Mandate erkämpfen will"
-> Im Oktober & Dezember war von einer "dreistelligen Zahl" und einer Verdopplung der Mandate die Rede, im Februar 2013 gar von 300, und nun, wohl zur Sicherheit, wird keine konkrete Zahl genannt.

Mehr ist dem nicht mehr hinzuzufügen.

Ihr Ronald Micklich

   
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