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Leichlingen: Reaktionen auf den geplanten Innenstadtumbau +Update+

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Presseerklärung an den Kölner Stadtanzeiger:

Sehr geehrte Damen und Herren,

in Ihrem Artikel http://www.ksta.de/html/artikel/1324377085662.shtml (Geheimnis des Jahres gelüftet) fehlen im Absatz „Vertraulichkeit gebrochen“, wichtige Fakten:

1. Die von mir im Internet veröffentlichte Publikation gehört zweifelsfrei, als Anlage, zur Vorlage  Nr.63-52/2011-1
2. Diese Vorlage, Bebauungsplan Nr. V 7 „Wuppertreppe/Stadtkern“ ist öffentlich
3. Die Anlagen hätten somit auf der Seite der Stadt Leichlingen, unter Ratsinfos, veröffentlicht werden müssen
4. In der Mitteilung der Verwaltung an alle Ratsmitglieder, über die Zustellung dieser Unterlagen, befindet sich kein Hinweis auf deren Vertraulichkeit

Die „Geheimniskrämerei“ der Verwaltung ist unerträglich. Nur mit Transparenz und Einbeziehung der Öffentlichkeit lässt sich Konsens erzielen und somit ein für alle Beteiligte tragbares Ergebnis.

Mit freundlichen Grüßen
Ronald Micklich

Update:
Die bislang geheimen neuen Pläne für die Bebauung des Stadtparks mit einem Einkaufszentrum sind bereits vor der öffentlichen Präsentation im Rat im Internet aufgetaucht. Ratsherr Micklich hat sie eingestellt - zur Freude der Bürgerinitiative. Der Knalleffekt der Ratssitzung, bei der Architekt, Investoren und Verwaltung die neuen Ansichten quasi aus dem Hut zaubern wollten, ist also verpufft. Lesen Sie hier den vollständigen Artikel.

 

Wappen_Leichlingen

In ersten Reaktionen auf die neuen Pläne zum Innenstadt-Umbau haben Parteien gestern unterschiedliche Schwerpunkte gesetzt. Vor einer neuen Belastungsprobe dürfte dabei die CDU stehen, bei der drei Ratsmitglieder gestern mit einer Stellungnahme vorpreschten, die nicht abgestimmt war. Kurz nach der Veröffentlichung der Pläne für eine neue Stadtgalerie im Leichlinger Zentrum sind am Dienstag erste Reaktionen aus den Parteien eingegangen. Dabei ergibt sich ein unterschiedliches Bild, ist bei RP-Online zu lesen.

Das es bezüglich des neuen Bebauungsplanes unterschiedliche Meinungen gibt, liegt in der Natur des Menschen. Eine einstimmige Zustimmung zu einem Projekt wäre wünschenswert, denn dann könnte sich jeder, ob Bürger oder Ratsmitglied, zufrieden auf den Umbau freuen. Als Beispiel dass Konsens funktioniert, sei die vorbildliche Arbeit des scheidenden Landrates Rolf Menzel (CDU) aufgezeigt:

In der letzten Kreistagsitzung am 15.12.2011 gab es bei 31 Tagesordnungspunkten ganze 3 Enthaltungen und keine Gegenstimme! Die Beschlussvorschläge waren schlüssig, bürgerfreundlich und nachvollziehbar. Deshalb das Ergebnis!

Und in Leichlingen?
Da wirbt ein Bürgermeister mit seiner Verwaltungsangestellten Frau Hammerschmidt und dem Kämmerer theatralisch für eine Zustimmung zum Fritschi-Projekt mit Investor Reconia:

„Wir dürfen diese einmalige, nicht wiederkehrende, für den Fortbestand und die Zukunft Leichlingens wichtige Entscheidung nicht verspielen. Die Geduld des Investors hat Grenzen“

So oder ähnlich lauteten die Superlativen der Befürworter. Der Fraktionschef der SPD, Hans Gonska, äußerte Zustimmung, sein volles Vertrauen in die Verwaltung und den Architekten und war voll des Lobes ob dieser grandiosen Zukunftsaussichten, wie auch heute wieder. Das Fähnlein im Wind, als Bürgerpartei deklassiert.

In die Tonne
Offensichtlich sind oben genannte bei der Ratssitzung am 02.12.2011 nicht immer an den Worten des  „Neuen Architekten“ Reiser aus Stuttgart interessiert gewesen. Wischt dieser doch mit einem Nebensatz, in der Erörterung der neuen Verkaufsflächengröße, den alten „Fritschi-Plan“ in die Tonne. Sinngemäß äußerte Architekt Reiser in seinen Ausführungen:

 „Die Berechnung von Architekt Fritschi war falsch, die angesetzte VK-Fläche zu klein, das Projekt hätte so nicht funktioniert!“

Also Supergau für Leichlingen! Wie war das noch Herr Gonska? Haben Sie etwas dazu zu sagen, Herr Bürgermeister? Gestern Top und heute Flop, oder wie ist das zu verstehen?

Der so hochgejubelte „Fritschi-Plan“ einfach nur Käse? Frei nach dem Motto: „Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern“, wieder dazugelernt und deshalb was „Neues“?

In erster Linie Bürgervertreter
Wir als Ratsleute sollten die Bürger vertreten, die uns gewählt haben. Ich bin ziemlich sicher, dass dies nicht mehr für alle Ratsleute zutrifft. Das müssen die Betroffenen vor Ihrem eigenen Gewissen verantworten.

Ich habe mit vielen Bürgern in Leichlingen über den Innenstadtumbau gesprochen, deren Meinungen verdichtet und diese, da sie schlüssig sind, akzeptiert. Ich werde
am Donnerstag der Beschlussempfehlung „Vorhabenbezogener Bebauungsplan Nr. V 7 „Wuppertreppe/Stadtkern“, nicht zustimmen.

Ihr Ronald Micklich   

 

   
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