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Salafisten, Pro NRW und Fußball EM

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Fußballfans

9. Juni 2012 in Köln. Das Auftakt-Spiel  "unserer" Nationalmannschaft gegen Portugal ist gespielt und 1:0 gewonnen. Tausende und Abertausende junge und ausgelassene Gesichter sah man hier in Köln Deutz in die Lanxess Arena ziehen.

Etwas unterhalb und völlig unbemerkt von der Öffentlichkeit, hat die Stadt Köln eine Geisterveranstaltung auf den tristen Kies-Parkplatz vor der Messe gelegt. Hundertschaften von Polizei mit Wasserwerfern und einem Räumpanzer sind aufgefahren. Viel Geld musste heute der Steuerzahler berappen und die freundlichen Polizisten ihre ohnehin nicht üppige Freizeit.

Grund aller Aufregung war Salafistenprediger Pierre Vogel, der aus Ägypten kommend, seine Getreuen um sich scharen wollte. 1.000 waren angekündigt, etwas über 150 kamen, in etwa 50 Journalisten kamen hinzu.

Auch Pro NRW hatte größer geplant und ebenso Die Freiheit. Es blieb bei zwei unbedeutenden Häufchen, etwas über 40 der Bürgerbewegten und den Patrioten für Deutschland. Auf der anderen Seite im verschämter Abgrenzung etwa 18 Mitglieder „Der Freiheit“. Ihre Berührungsängste scheinen weniger groß gewesen zu sein, als sie die gleichen Anti-Vogel-Logos auf ihre Plakate malten.

Die Hände bereits für den baldigen Aufbruch in den Hosentaschen verpackt, hatte der Vierfach-Vorsitzende der Islam-Allergiker einige Gelegenheit, sich ein wenig Schaum vor den Mund zu reden. Als Pierre Vogel mit Verspätung gegen 16:00 Uhr zum Kreis seiner Bärtigen stieß, nährte sich die Erkenntnis für beide rechten Splittergruppen, dass diesmal nichts zu holen war: weder Aufmerksamkeit noch Zoff.

Die verfeindeten Lager konnten einander so gut wie nicht sehen. Chapeau vor der Polizeiarbeit.

Als Punktesieger ging, wenn überhaupt, Pierre Vogel vom Platz, dem es geschickt gelang, jegliche Aggression rauszunehmen und seine Rede mit Humor zu würzen.

Aber interessiert hat weder die eine noch die andere Veranstaltung. Ein paar Profilneurotiker haben hier mal wieder Ihren Anhängern wertvolle Zeit gestohlen und deren Konterfei der Öffentlichkeit preis gegeben.

Fest steht: morgen steht bestimmt etwas mehr über Löw und seine Mannen in der Zeitung, denn über Beisicht und Konsorten.

Die Fotostrecke wird wie angekündigt morgen eingestellt.

Ihr B.S. Team

   
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