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Leichlingen: Innenstadtumbau – Parallelitäten

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Vorgehen richtig?
Wie in Leichlingen so auch in Troisdorf. In beiden Städten soll eine Einkaufs-Mall errichtet werden. Die Vorgehensweise von Verwaltung und Rat, aber auch die Probleme sind fast immer identisch. In Wuppertal und in Solingen kracht es wegen des gleichen Themas in den Räten. Leichlingen ist also kein Einzelfall.

Presse
„30 Millionen Euro will der Hamburger Investor HBB auf dem Wilhelm-Hamacher-Platz investieren. Anfang April soll der Abriss des Bürgerhauses beginnen: Details zu Zeitplan und Architektur zeigte HBB jetzt bei einer Pressekonferenz im Rathaus. Keine Rolle mehr spielt die Firma Procom, die anfänglich den Zuschlag für das Projekt bekommen hatte: Die Joint-Venture-Gesellschaft der beiden Immobilienfirmen wurde von HBB mittlerweile gekauft.“ Quelle

Lesermeinung 1
Wenn das Bild, das diese Grafik zeigt, so stimmt freuen wir uns schon mal auf einen kahlen, hässlichen Klotz, der das angenehme offene Bild der Fußgängerzone versaut. Ich drücke die Daumen dass es wenigstens kein wirtschaftlicher Flop wird.

Lesermeinung 2
Dieses Gebäude wird immer einen negativen, faden Beigeschmack für die Troisdorfer behalten. Wenn in einer öffentlichen Ratssitzung von der CDU Fraktionsvorsitzenden behauptet wird, das Bürgerhaus sei durch fehlende Parkplätze und Anfahrtsmöglichkeiten für schwere LKW´s, nicht mehr tauglich, so ist das, nach jahrelangem störungsfreien Betrieb, einfach nicht die Wahrheit. Bei der Bürgerbefragung war die Mehrheit der abgegebenen Stimmen für den Erhalt des Bürgerhauses. Bei dem von der CDU gewählten Abstimmungsmodus konnte jedoch, das war schon vorher klar, die rechtlich bindende Anzahl der Stimmen nicht erreicht werden. Verloren hat bei dieser Einkaufspassage die Glaubwürdigkeit der Politiker und die Demokratie.

Szenario
Passend zum Thema Einkaufs-Mall einige Multimomentaufnahmen aus Leverkusen. Die Bilder sind an einem sonnigen Wochentag um die Mittagszeit entstanden. Viele Besucher hatte die Rathausgalerie nicht, die Verkäufer in den kleineren Geschäften nichts zu tun.

Die leer stehenden Großgeschäfte in der alten City vermitteln „Geisterstadt-Flair“.

Da muss in Leichlingen schon ein „Supermagnet“ installiert werden, der den wenigen Kunden das Metall in ausreichender Menge aus dem Portemonnaie zieht.

Ihr Ronald Micklich

   
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