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Leichlingen: Offener Brief der Bürgerinitiative

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Sehr geehrter Herr Bürgermeister Müller!

Wie aus Zeitungsberichten zu erfahren war, wurde bei einer nicht öffentlichen Sitzung eine neue “Idee” zur Weiterentwicklung der Innenstadt den Fraktionsspitzen und einem kleinen Kreis Ausgesuchter vorgestellt. Nachdem Sie, Herr Bürgermeister, lediglich die Presse von diesem Treffen unterrichtet hatten, hat die Presse Ihre Aufgabe übernommen, uns, die Bürger, ausführlich zu informieren.
Ein erklärendes Wort des Bürgermeisters zu diesem Zeitpunkt wäre sehr hilfreich und der Sache dienlich gewesen.

Ist diese Vorgehensweise die richtige Art, uns Bürger über wichtige, zukunftsweisende Vorhaben in Kenntnis zu setzen?
Sollte die Berichterstattung der Presse die Absichten des Bürgermeisters richtig wiedergegeben haben, dann ist zu erwarten, dass ein noch weitaus größeres Gebäude als das bisher von Seiten der Stadt vorgestellte entstehen würde. Der virtuelle Baukörper in Ihrer Ideenlandschaft, Herr Bürgermeister, ist so unvorstellbar groß, dass er sich kaum harmonisch im Stadtkern  von  Leichlingen real vorstellen lässt.
Die Leichlinger brauchen so etwas nicht. Sie benötigen keine 500 (voraussichtlich gebührenpflichtige) Parkplätze in einer teilweise versenkten, jedoch zur Hälfte herausragenden Riesengarage.
Es besteht auch kein Bedarf, die Neukirchener Straße “abzusenken” und großflächig “abzudeckeln”, ganz zu schweigen von den Kosten der Kanalverlegung und dem Mitspracherecht des Landes. In Leichlingen muss ortsgerecht geplant und gebaut werden.
Wir Leichlinger brauchen keine megalithischen Gebäude, um die Gewinne von Investoren zu maximieren.
Aus diesem Grund sollten Sie sich, Herr Bürgermeister und verehrte Ratsmitglieder, nicht dazu verleiten lassen, die Erhaltung eines harmonischen Stadtbildes auf's Spiel zu setzen. Hier in Leichlingen benötigen wir eine Lösung, die möglichst im Bereich des jetzigen Kaufhauses und der Tankstelle entstehen soll. Wir benötigen eine direkte Anbindung an die bereits vorhandenen Geschäfte. Darüber hinaus sollte für den Leichlinger Bürger die große, zusammenhängende Grünfläche des Stadtparks unbedingt erhalten bleiben. Zerstückeltes Grün kann nicht einfach addiert und dann als gleichwertige Ersatzfläche angerechnet werden. Neue Ideen wären wichtig, aber nicht eine wie diese, die Leichlingen unweigerlich in die Schuldenfalle treibt.
Fangen wir doch einfach ganz neu an, aber dieses Mal müssten die Bürger nicht nach, sondern vor der Entscheidung des Rates eingebunden werden (vgl. KöSt vom 18.11.2011), und zwar nicht in Alibi-Bürgerwerkstätten, sondern durch einen Ratsbürgerentscheid, wie Sie, Herr Bürgermeister, ihn in 2010 angedacht hatten. Das wäre eine faire Entscheidung.

Mit freundlichem Gruß

für die Bürgerinitiative die Pressesprecher:
Wicze Braun + Christa Sylla + Jens Weber
02175-2854 + 02175-5434 + 0172-5133952

 

 

   
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