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Pro NRW sucht händeringend neue Mitglieder für Großexpansion

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Begeisterte MenschenPro NRW will expandieren, hofft auf viele Neumitglieder

Bestandsaufnahme
Nach dem mehr als beachtlichen Wahlergebnis von 4,7% für die Alternative für Deutschland (AfD), bei der mehr als 2 Millionen Bürger Ihre Stimme für Bernd Lucke und Mannschaft abgaben, flattert bei den Funktionären der Splitterparteien angesichts der kommenden Kommunalwahlen in NRW und der Europawahl offensichtlich das Hemd. Denn hier wird die AfD ebenfalls zur Wahl antreten. Offensichtlich geht bei Pro NRW die Angst um, ebenso wie REP und Pro Deutschland bei den Bundestagswahlen abzuschmieren, und in der Bedeutungslosigkeit zu verschwinden.

Neue Packung „alter Käse“
Nach dem Wahlerfolg der AfD sieht der Vierfachvorsitzende offenbar seine einzige Chance im Zusammenschluss „aller Rechten“, egal woher die kommen, um einen Totalabsturz bei den kommenden Wahlen zu verhindern. Aus diesem Dilemma entstand dann vermutlich folgende Anbiederung per Mail, die augenscheinlich an jede greifbare Adresse versendet wurde.

Bezugnehmend auf das katastrophalen Abschneiden von Pro Deutschland, Republikanern und anderer rechtskonservativer Parteien bei der Bundestagswahl heißt es:

Auszug:
„Jetzt gilt es, die nötigen Konsequenzen zu ziehen und den letzten, unbeschädigten Hoffnungsträger der freiheitlichen Bewegung - also PRO KÖLN / PRO NRW - mit allen Mitteln bei der NRW-Kommunalwahl und der Europawahl zu unterstützen. Anschließend laden wir auch alle gutwilligen Mitstreiter aus anderen rechtsdemokratischen Parteien zur bundesweiten Neuaufstellung der freiheitlichen Bewegung ein.“

Wer der neue Vorsitzende dieser freiheitlichen Bewegung sein soll, erklärt der Rechtsanwalt und Vierfachvorsitzende von Pro NRW/Köln etc. seinen Anhängern auf der Pro-Hauptseite im Internet.

Auszug:
„Die rechtskonservativen Splitterparteien spielen politisch überhaupt keine Rolle mehr. Es wäre sinnvoll, Republikaner, Pro Deutschland und “Die Freiheit” schnellstmöglich abzuwickeln und diese in eine neue Sammlungsbewegung zu überführen.“

„Wir gehen davon aus, dass die verantwortlichen Personen aus diesem Wahlergebnis die notwendigen Schlüsse ziehen und diese Splitterpartei zu gegebener Zeit in ein freiheitliches Sammlungsprojekt unter der Federführung von PRO NRW und PRO KÖLN überführen werden.“

Hervorhebungen und Unterstreichungen durch die Redaktion.

Sehr erheiternde Blogger-Meinungen finden Sie zu diesem Thema bei der Bunzelrepublik (Kommentare der ersten zwei Artikel).

Kommentar
Die Vorgehensweise von Pro NRW erinnert mich ein wenig an den „Deutschen Volkssturm“. Nur sind es diesmal keine „waffenfähigen Männer im Alter von 16 bis 60 Jahren“, sondern alle gutwilligen Patrioten und Islamkritiker, die eingesammelt werden sollen, um die Partei „Pro NRW/Köln“ von Markus Beisicht vor der Bedeutungslosigkeit zu retten.

Ob Manfred Rouhs (Pro-D), Rolf Schlierer und Johann Gärtner (REP) sowie Michael Stürzenberger (Die Freiheit Bayern) um nur Einige zu nennen, einen kaum teamfähigen, machtbesessenen Egozentriker als Vorsitzenden Führer einer neuen „freiheitlichen Partei“ akzeptieren würden, ist eher unwahrscheinlich.

Zusammenarbeit angeboten
In einem Interview des „preussischen Anzeigers“ mit dem Bundesgeschäftsführer von Pro-D,  Lars Seidensticker, führte dieser die Bemühungen seiner Partei bezüglich einer Zusammenarbeit mit Pro NRW ausführlich aus.

So soll am 27. Okt. 2012 ein Gespräch zwischen Markus Beisicht, Markus Wiener, Dr. Susanne Winter (FPÖ) und Manfred Rouhs stattgefunden haben, in denen die Eckpunkte von Rouhs Strategie bezüglich der Bundestagswahl vorgestellt worden sein sollen. Die Vorformulierung eines Vertrages soll am 07.11.2012 an Rechtsanwalt Beisicht zugestellt worden sein, in dem alle Modalitäten für eine Zusammenarbeit aufgelistet waren. Diese betrafen sowohl die Bundestagswahl 2013 als auch die Europawahl 2014, so Seidensticker.

Im letzten Absatz ist das schier unmöglich für den Vierfachvorsitzenden zu lesen:

[...]"Erreicht pro Deutschland bei der Bundestagswahl mehr als 1% der Wählerstimmen, dann tritt pro Deutschland auch zur Europawahl an. Spitzenkandidat wird Markus Beisicht, der zuvor Mitglied bei Pro Deutschland wird, nicht mehr einer anderen Partei angehört und das Mandat ausschließlich für Pro Deutschland wahrnimmt." [...]

Und sinngemäß weiter: „Pro NRW kann nach der Wahl in pro Deutschland integriert werden oder weiterbestehen".

Eine Antwort bekamen wir bis heute nicht, beklagt Lars Seidensticker in der August/September- Ausgabe des preussischen Anzeigers.

Da dieses Ansinnen ja schon fast als „Gotteslästerung“ zu bewerten ist, ist es nur zu verständlich, dass auf solch eine Frechheit keine Antwort gegeben wird. Wer ist denn der „mutigste Politiker Europas“ und das „unkopierbare Original“?

Ihr Ronald Micklich

   
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