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Leichlingen: Vollsortimenter an der Trompete wird abgespeckt

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Neuer Stadtpark und Schützenplatz Trompete

Besser wie gar nichts
Es war das fast einmütige Signal, auf das die Stadt gehofft hatte: Mit einem Beschluss, der gegen zwei Nein-Stimmen und eine Enthaltung getroffen wurde, hat die überwältigende Mehrheit des Leichlinger Stadtrats der Verwaltung am Donnerstagabend den Auftrag erteilt, alles zu tun, um gegenüber der Bezirksregierung einen Supermarkt mit 1500-Quadratmeter Verkaufsfläche auf dem Gelände an der Trompete durchzusetzen. Quelle

Kommentar
Da hat der Rat der Stadt Leichlingen die letzte Möglichkeit genutzt einen Vollsortimenter an der Trompete zeitnah zu realisieren. Das dabei eine Reduzierung von 300 qm gegenüber dem einstigen Beschluss hingenommen wird, zeigt in welcher "Zwangslage" sich die Ratsleute zum Teil befanden. Es war wohl jedem Entscheider daran gelegen die Nahversorgung westlich der Bahn zu verbessern und die Kaufkraftbindung für Leichlingen zu erhöhen. Die von der Stadt vorgebrachten Gutachten fielen dann auch im Sinne des Auftragsgebers (Verwaltung) aus.

So kommt zum Beispiel die BBE Handelsberatung GMBH zu dem Schluss, dass bei einem Projekt mit 1500 qm Vollsortimenter und 300 qm Getränkemarkt nur ca. 57% der Umsätze aus dem Nahversorgungsbereich aber 43% aus weiteren Einzugsgebieten generiert würden. Daraus resultiert dann nach Meinung des Gutachters, dass eine Verkaufsfläche von ca. 1.000 bis 1.200 qm (Vollsortimenter inclusive Getränke) ausreicht. Ein Anliegen der Verwaltung ist in diesem Zusammenhang höchst interessant: Wir wollen keine Verkaufsströme aus der Innenstadt zur Trompete generieren, war zu vernehmen. Dies hat sicherlich der mit dem Umbau der Innenstadt beauftragte Architekt Bernhard Reiser, der sich unter den Besuchern der Ratssitzung befand, wohlwollend zur Kenntnis genommen.

Man könnte auf den Gedanken kommen, dass hier mit allen Mitteln versucht wird das Innenstadt-Projekt auf Biegen und Brechen für einen Investor nicht unattraktiver werden zu lassen. Ein schnell eröffneter, neuer und großer Vollsortimenter wäre aus Sicht der Stadt für einen Investor sicherlich das falsche Signal. Auf den Gedanken mit gerade Diesem die Innenstadt zu entlasten und statt eines Beton-Einkauf-Monsters im "neuen Stadtpark" etwas Anderes zu planen, kommen bis Dato offensichtlich nur Wenige.


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Ihr Ronald Micklich

   
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