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Beurlaubter Lehrer aus Dortmund bedauert „spontanen" Auftritt bei Pro NRW

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KrauseFoto: YouTube/artikelzwanzig punktvier

Spontaner Auftritt??
Nachdem der Dortmunder Gymnasiallehrer nach seinem Auftritt bei Pro NRW vom Unterricht entbunden worden war, äußerte er sich zu den Ereignissen. Er lehne die Partei ab, seine Rede sei spontan entstanden, und er habe sich blenden lassen. Trotz seines Fehlers hofft er auf eine Wiedereinstellung.

Bezirksregierung ermittelt

Der Fall des 32-jährigen Lehrers aus Dortmund, der bei einer Demo von Pro NRW zum Megafon gegriffen hatte und Sympathien mit rechtsextremem Gedankengut durchblicken ließ, ließ die Bezirksregierung handeln: Der Lehrer wurde am Dienstag vom Unterricht entbunden. Pressemitteilung

Erklärungsversuche

Der Politiklehrer äußert sich daraufhin zu den Vorwürfen. Lesen Sie hier den vollständigen Artikel der WAZ inklusive Interview mit Dr. Daniel Krause. Und hier einen weiteren Bericht mit Interview und aufschlussreichen Lesermeinungen.

Kommentar

Wie schon Wolfgang Palm (wir berichteten), bekommt jetzt auch Dr. Daniel K. die Gesetzmäßigkeiten des Beamtenstatusgesetzes zu spüren.

§ 39 Verbot der Führung der Dienstgeschäfte
Beamtinnen und Beamten kann aus zwingenden dienstlichen Gründen die Führung der Dienstgeschäfte verboten werden.
Das Verbot erlischt, wenn nicht bis zum Ablauf von drei Monaten gegen die Beamtin oder den Beamten ein Disziplinarverfahren oder ein sonstiges auf Rücknahme der Ernennung oder auf Beendigung des Beamtenverhältnisses gerichtetes Verfahren eingeleitet worden ist.

Dies könnte folgen: § 33 Grundpflichten

(1) Beamtinnen und Beamte dienen dem ganzen Volk, nicht einer Partei.
Sie haben ihre Aufgaben unparteiisch und gerecht zu erfüllen und ihr Amt zum Wohl der Allgemeinheit zu führen.
Beamtinnen und Beamte müssen sich durch ihr gesamtes Verhalten zu der freiheitlichen demokratischen Grundordnung im Sinne des Grundgesetzes bekennen und für deren Erhaltung eintreten.

(2) Beamtinnen und Beamte haben bei politischer Betätigung diejenige Mäßigung und Zurückhaltung zu wahren, die sich aus ihrer Stellung gegenüber der Allgemeinheit und aus der Rücksicht auf die Pflichten ihres Amtes ergibt.

§ 34 Wahrnehmung der Aufgaben, Verhalten
Beamtinnen und Beamte haben sich mit vollem persönlichem Einsatz ihrem Beruf zu widmen.
Sie haben die übertragenen Aufgaben uneigennützig nach bestem Gewissen wahrzunehmen.
Ihr Verhalten muss der Achtung und dem Vertrauen gerecht werden, die ihr Beruf erfordert.

Schlecht informierter Lehrer
Als Politiklehrer (laut Schulhof-Homepage) sollte Herr Dr. Krause die politischen Verhältnisse in NRW kennen. Ohne dass er Pro NRW kannte, wie er ausführt, hat er angeblich rein zufällig  die vom Verfassungsschutz als verfassungsfeindlich eingestuften Islam-Allergiker angetroffen und durfte spontan eine Brandrede gegen den Salafismus halten. Die auf der anderen Straßenseite stehenden Mitglieder der "Freiheit" kannte er sehr wohl (Video) Wer´s glaubt wird selig.

Passende Sprichworte

„Mitgegangen - mitgefangen - mitgehangen“ oder „wer sich in Gefahr begibt, kommt darin um“. Letztlich passt aber auch „wer mit dem Teufel spielt, sollte das Feuer beherrschen“.

Ihr B.S.Team

   
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